Freitag, 10. Februar 2012

Abschied nehmen

Gestern hat es mich plötzlich getroffen: In einer Woche werde ich zu Hause sein. Man kann wirklich nicht sagen, ich hätte mich nicht mit dem Thema befasst, es einfach herausgeschoben. Ich denke täglich daran. Ich konnte es mir wohl einfach nicht so richtig vorstellen.

Mein Sozialeinsatz und damit der Auslandaufenthalt war seit mehr als einem Jahr immer wieder ein Thema. Seit ich mich entschieden habe, sechs Monate in Schweden zu leben, war dieser Gedanke omnipräsent. Auch während meiner Zeit hier in Schweden dachte ich oft an meine Heimkehr, ich habe mich auch immer (zu Beginn mehr, gegen Ende weniger) darauf gefreut. Doch erst gestern wurde mir so richtig bewusst, dass in einer Woche mein ´Abenteuer Sozialeinsatz´ fertig ist. Ab nächste Woche wohne ich wieder wie immer in der Schweiz und habe kein zweites Zuhause in einem anderen Land, weder physisch noch mental.

Was mir mit Abstand am meisten zu schaffen macht ist der Abschied von meinen Freunden. Dass ich dieses Land verlasse, ist okay. Ich kann wieder hierher reisen und ich kann auch in der Schweiz Schwedisch sprechen. Aber ich werde meine Freunde nicht mehr täglich sehen und die meisten von ihnen wohl nie mehr. Das macht mich wirklich traurig und damit habe ich nicht wirklich gerechnet. Das war nie ein Thema in der Vorbereitung.

Trotz etwas Abschiedsschmerz so freue ich mich doch auf meine Heimkehr und bereite mich darauf vor. Koffer packen, Sachen weggeben, Zimmer putzen, Konto schliessen und ´hejdå´ sagen. Bis bald!

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