Mittwoch, 21. September 2011

Arbeit

Ich habe bisher nicht über meine Arbeit hier berichtet. Das liegt im Wesentlichen daran, dass ich noch gar nicht wirklich begonnen habe, zu arbeiten.
Die Älvsby Folkhögskola gehört der Schwedischen Kirche und bietet verschiedene Kürse an. Einerseits wohnen im Internat Jugendliche, die das Gymnasium besuchen, aber auch Sport machen. Sie haben Sportlehrpersonen an dieser Schule. Dann gibt es den Allgemeinen Kurs, welcher von Erwachsenen (die meisten etwas über 20) besucht werden kann. Dort wird Stoff aus der regulären Schulzeit nachgeholt. Der Kirchen-Grundkurs und der Voluntär-Kurs bilden Studentinnen und Studentinnen zu diesen Themen aus. Diese zwei Kurse dauern nur bis Weihnachten. Zu guter Letzt gibt es noch das SFI, Schwedisch für Immigrantinnen und Immigranten. Das ist ein obligatorisches Programm für diejenigen, die nach Schweden auswandern. Es hat viele Flüchtlinge, aber auch ausgewanderte Europäerinnen und Europäer und Angeheiratete.
Ich besuche jeden Morgen von 8:30 bis 12:00 das SFI. Ich wurde in die einfachere Klasse eingeteilt, merkte aber schon bald, dass ich unterfordert bin. Schwedisch ist ähnlich wie Deutsch und Englisch, das macht es einfach für mich. Dazu kommt, dass ich mir lernen sehr gewöhnt bin und daher schnell Fortschritte mache. Leider kann ich die Klasse nicht mehr wechseln, weil die anspruchsvollere Klasse zu voll ist. Das ist demotivierend.
Was auch zu der regelmässigen Arbeit gehört ist Putzen am Morgen früh. Mittwoch bis Freitag von 6:30 bis 8:00 braucht die Putzfrau Unterstützung. Da aber jeweils nur eine Voluntärin gebraucht wird, können wir abwechseln und müssen daher nur ein oder zwei Mal in der Woche. 'Städa' ist nicht das perfekte Aufwachritual, aber ich habe kein Problem damit. Ich bin froh, etwas zu tun zu haben und es geht ziemlich schnell vorbei. Und ich ja darf Handschuhe tragen. Ich habe sogar meine eigenen!
In der Schule gibt es auch einen Fairtrade Shop, der von den Schülerinnen und Schülern des Voluntärkurses geführt wird. Dort helfen wir auch mit. Der Shop ist aber noch nicht offen, weil wir zuerst die Waren bestellen und alles organisieren müssen. Dies wird eine Stunde am Tag sein, über den Mittag.
Jeden Montagabend ist 'Internatsfika', ein Bettmümpfeli für alle Internen. Das Brot und das Gebackene wird jeweils von vier Sportschülerinnen und -schülern gemacht. Dabei helfen wir mit. Ich mag es sehr!

Dies alles gibt nicht sehr viel zu tun. Wir bekommen langsam aber sicher ein paar Aufträge. Heute verteilten wir Werbung an den Anschlagstafeln von ganz Älvsbyn, bis am Dienstag müssen wir ein Schild gestrichen haben. Trotzdem suche ich immer etwas Beschäftigung für mich. Nur pausieren macht auch nicht glücklich.

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