Schon während den ersten Tagen in Schweden sind mir diverse Sachen aufgefallen, die ich aus der Schweiz nicht kenne. Nun merke ich, dass ich mich nach drei Wochen schon ziemlich daran gewöhnt, wenn nicht sogar vergessen habe. Nun also ein paar Auflistungen zu 'typisch Schwedisch'!
- Knäckebröd
Als ich im Sprachaufenthalt in Montreux nur Toast und Baguette gegessen habe, merkte ich, wie wichtig Brot ist für mich. Ein Zmorge ohne Brot ist nur für eine kurze Weile gut und wenn ich zwischendurch etwas Hunger habe, geniesse ich gerne ein Brötchen. Ich erkundigte mich also, ob es in Schweden auch Bäckereien gäbe und ob man hier oft Brot esse. Ja! Und zwar Knäckebrot! Was ich nur als Znüni kenne, wird hier zum Zmorgen, zum Znacht und als Bettmümpfeli gegessen. In der Mensa hat es ein Gestell voll mit Knäckebrot, etwa acht verschiedene Sorten! Es ist zwar nicht das gleiche wie ein Iten-Zopf, aber mit Knäckebrot kann ich mich abfinden. Und am Sonntagmorgen mit Konfi ist es sogar richtig gut!
- Vecka 44
Bedeutet Woche 44. Schon im Vorbereitungscamp in der ersten Woche erzählten uns die Schwedinnen und Schweden, dass hier Daten oft in Wochen angegeben werde. Und tatsächlich: als ich die Angaben zu den Ferien suchte, fand ich 'Vecka 44'. Dies ist übrigens die erste Novemberwoche, 31.10. bis 6.11.
- 'A!'
'Ja' heisst auf Schwedisch ebenfalls 'ja'. Doch sagen tun die Schweden oft nur einen Laut zwischen einem A und einem O! Aktive Zuhörerinnen und Zuhörer geben in regelmässigen Abständen ein 'a... a... a...' von sich. Als ich beim Backen im Internat mit einer Schülerin das Mehl abmass und fragte, ob das so genug sei, stutzte ich über das schlichte 'a', das sie sagte. Anhang ihrer Reaktion interpretierte ich schliesslich, dass sie 'ja' meinte.
- Nummer ziehen
Es ist egal, wie gross oder wie klein der Laden ist und wie viele Leute anstehen. Betritt man einen Laden, lauft man an das Gerät heran, welches grosszügig Nummern ausspuckt. Ich musste schmunzeln, als ich die Apotheke in Älvsbyn betrat, gerade mal so gross wie mein Zimmer in der Mettlen und zwei andere Kundinnen. Brav zog ich die Nummer und wartete eine Minute, bis die Frau vor mir zur Seite trat.
- Joghurt in der Orangenjus-Packung
'Here's strawberry yoghurt and this is blue berry yoghurt.' Was?! Das ist kein Fruchtsaft?! Das ist ein Liter Joghurt?! Christof meinte, das sei auch in Holland so. Aber ich habe es in Schweden das erste Mal so gesehen und finde es urkomisch, Joghurt aus der Flasche zu leeren. Der Nachteil ist übrigens, dass es so gut wie keine kleinen Portionen gibt. Welche ich für meinen beschränkten aber geliebten Joghurt-Konsum schätzen würde.
- Postlåda
Bedeutet Briefkasten. Und damit meine ich die vielen süssen, farbigen und absolut unterschiedlichen Boxen, die sich am Strassenrand aneinanderreihen können. Das sieht so kreativ aus!
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