Montag, 12. September 2011

Lördag, 22:00 - 02:00, DISCO

Auf der Suche nach Wochenend-Beschäftigung habe ich letzte Woche ein Schild entdeckt, auf dem von Hand gekritzelt stand, dass am Samstag Disco sein wird. Wow, dachte ich mir, das muss ich mir anschauen!
Am Samstagabend, etwas nach 22:00, stiefelten wir los. Mafe (Maria Fernanda), die andere Voluntärin, die inzwischen angekommen ist, und Pernilla, meine Mitbewohnerin. Wir haben vorher noch gelacht, wir könnten die Party bei uns im Internat machen und wir wären mehr Personen.
Und tatsächlich: Als wir ankamen und die Disco im Keller des Restaurants betraten, fanden wir niemanden ausser dem DJ und dem Barkeeper. Ich musste fürchterlich lachen. Wenn meine Freunde mich sehen würden, dachte ich mir. Nach etwas warten und plaudern, füllte sich das kleine Lokal langsam. Ein Mann setzte sich zu uns und begann mit uns zu quatschen. Auf Schwedisch. Pernilla sagte mir im Nachhein, er habe als erstes gesagt "Ihr seit nicht von hier, oder?".
Die Disco ist klein und gehört zu dem Restaurant Trescorona. Ich denke, sie wurde etwa vor 20 Jahren gebaut. Und seither auch so gelassen. Die Sitze haben einige Löcher, die Toiletten weder Männlein noch Weiblein auf den Türen und eines der zwei Schlösser ist kaputt. Die ganze Disco wirkt etwas veraltet.
Um zwei Uhr morgens also, wir waren am reden mit Hilfe von Händen und Füssen, ging plötzlich das Licht an und die Musik verstummte. "Stängt!", geschlossen. Die Schweden wollten uns überreden, mitzukommen, zu ihnen nach Hause. Es sei noch nicht Morgen! "Nästa vecka", nächste Woche, rief ich, als wir uns auf den Heimweg machten. Keine Ahnung, wann in diesem Dörflein wieder eine Party sein wird. Nächste Woche sicher nicht.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen