Angekommen am Samstagabend und abgereist am Montagnachmittag hatten wir nur zwei Tage in Göteborg. Diese nutzten wir aus. Etwas müde entdeckten wir am Sonntagmorgen, dass es regnete. Die Stimmung war etwas gedämpft. Wir entschieden uns für das Stadsmuseet, das Museum über Göteborg, zu unserer Freude gratis für unter 25-Jährige. Wir durchstreiften Wikingerzeit, Mittelalter, bis hin zum 20. Jahrhundert. Das Museum war abwechslungsreich mit angenehmen Informations-Portionen. Wir erfreuten uns an der Kinderecke, wo wir uns in zu kleine Prinzessinnen-Kleider zwängten.
Natürlich mussten wir auch das grösste schwedische Einkaufszentrum besichtigen! Wenn ich alleine gewesen wäre, hätte ich mich verlaufen. Aber glücklicherweise waren wir drei Mädchen, die sich alle darüber freuten, schwedische Kleider durchstöbern zu können.
Nachdem wir den Reiseführer studiert hatten, entschieden wir uns, eine Investition zu tätigen: das Museum 'Universeum' war mit 160:- Kronen (22.- Franken) ziemlich teuer. Aber wir bekamen viel fürs Geld: die zwei grössten Aquarien in Schweden mit Haien, Zitteraalen und weiteren gefährlichen Fischchen, einen Regenwald, Raketen und Kinder-Entdeckerzone. Wir haben zu viert gekichert und gekreischt in der Erlebe-Kälte-und-Wind-in-den-Bergen-Box! (Das braucht es in Schweden, denn die Kinder lernen das nicht wie wir beim Skifahren.)
Am nächsten Morgen brachen wir mit unserem Gepäck auf zum Hauptbahnhof und stopften es während einer schweisstreibenden Aktion in ein Schliessfach. Wir machten uns auf zum berühmtem Botanischen Garten, den wir erst nach einem Fehlanlauf auf der gegenüberliegenden Strassenseite fanden. Was wir nicht bedacht hatten, ist die Jahreszeit. Und Herbst ist wohl die dümmste, um einen Botanischen Garten zu besichtigen. Der Eintritt war ej obligatorisk, nicht obligatorisch. Und es hatte eine einzige schöne Blume. Sogar im Gewächshaus waren die meisten Pflanzen tot (oder unspektakulär). Wir erfreuten uns immerhin über die grosse Weltkarte, wo wir unsere vier Heimatländer (Taiwan, Honduras, Kolumbien, Schweiz) zeigen konnten.
In Haga, laut meinem Reiseführer der schönste Stadtteil mit süssen Cafés und Second Hand-Läden, beim unfreundlichen Herbst-Wetter aber nur halb so schön, genossen wir ein preiswertes und feines Mittagessen in einem wunderschönen Café. Nach einem Streifzug durch Second Hand-Läden (vierstöckig!) mit einem langersehnten Schnäppchen für mich, stiegen wir um vier Uhr in den Zug nach Malmö, wo wir drei Stunden später heil ankamen.
Für einen Besuch in Göteborg empfehle ich 'Göteborgs Stadsmueseum', der Aussichtspunkt, dem 'Haga' zu Füssen liegt und der Stadtteil selbst! Wer etwas Wärme sucht und junggeblieben ist, dem gefällt auch das 'Universeum'!
Auf den Spuren der Wikinger im Stadsmuseum
Rebekah aus Taiwan und Gustavo aus Honduras, beide Voluntäre in einer Folkhögskola in der Nähe von Göteborg
Mafe und ich
Unter (!) dem grössten Aquarium in Schweden
'Steige ein und erlebe Wind und Kälte in den Bergen'
Herbstliches Göteborg auf der Suche nach dem Botanischen Garten
Die einzige blühende Blume im Botanischen Garten
Göteborgs Hafen
Typische Häuser
'Le Petit Café' in Haga
'Breathtaking view', oder eben nicht



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